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Die Bayerische Vermessungsverwaltung öffnet neue Möglichkeiten für praxisnahen Schulunterricht. Sie stellt allen interessierten Schulen in Bayern die amtlichen Geobasisdaten auf Anfrage kostenfrei zur Verfügung. Ermöglicht wird dies durch eine Rahmenvereinbarung, die von der Bayerischen Vermessungsverwaltung und dem Bayerischen Kultusministerium im August 2008 geschlossen wurde.
Mit dieser Vereinbarung wird allen weiterführenden bayerischen Schulen ein umfassendes Paket an Geobasisdaten zur Verfügung gestellt. Es enthält die amtlichen topographischen Karten und die Flurkarten in digitaler Form, Orthophotos, Höhenlinienkarten und Geländemodelle. Darüber hinaus erhalten die Schulen auch Zugang zu den aktuellen Geobasisdiensten wie zum Beispiel den BayernViewer, mit dem man seine Heimatgemeinde aus der Vogelperspektive auf aktuellen Luftbildern betrachten kann. Auch eine historische Ortskarte ist Bestandteil des Pakets.
Neue Wege in Sachen Geodaten im Unterricht beschreitet nun auch das Gymnasium Eckental. Herbert Domaschka, Leiter des Vermessungsamtes Erlangen, überreichte am 15.12.2009 das Geobasisdaten-Paket der Bayerischen Vermessungsverwaltung dem Direktor des Gymnasiums Eckental, Herrn Arnet. Bei der offiziellen Übergabe demonstrierten Domaschka und der Geodatenansprechpartner des Vermessungsamts, Herr Kornberger, den anwesenden Geographielehrern Oberstudienrat Schust und Studienrat Wiebel einige der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.
Geodaten sind Daten, die einen Raumbezug haben, erklärte Domaschka. Sie sind somit die Grundlage für die Erstellung analoger und digitaler Karten ebenso wie für Navigationssysteme. Geodaten könnten aber mehr. Als Grundlage für einen anschaulichen und durch Beispiele lebendigen Heimat- und Sachkunde-, Erdkunde- und Geografieunterricht seien sie ebenso einsetzbar wie im Mathematikunterricht.
Für Schüler, so Vermessungsamtsleiter Domaschka, stellten sie einen Anreiz dar, sich mit der eigenen Heimat zu beschäftigen, deren Eigenheiten sich in unterschiedlichster Weise in den verschiedenen Kartenwerken, den Luftbildern und dem Geländemodell der Bayerischen Vermessungsverwaltung widerspiegeln.
Würden die Geodaten darüber hinaus in Verbindung mit Geoinformationssystemen eingesetzt, ließen sich komplexe Aufgabenstellungen, wie Standortanalysen und innerörtliche Nutzungskartierungen, im Rahmen des Schulunterrichts anschaulich bearbeiten. „Die neue Möglichkeit für Schulen, Geodaten zu nutzen, ist ein Beitrag der Bayerischen Vermessungsverwaltung, um junge Menschen für ihre Heimat zu interessieren und gleichzeitig fit für die Arbeitswelt beziehungsweise das Studium zu machen“, so Domaschka.
Interessierte Lehrer können sich mit dem Vermessungsamt Erlangen in Verbindung setzen. Weitere Informationen zur Bayerischen Vermessungsverwaltung finden Sie unter www.geodaten.bayern.de, zum Vermessungsamt Erlangen unter
www.vermessungsamt-erlangen.de.